Artikel aus "Rest des Lebens"

WildeKickerLiga: Den ersten Punkt gibt’s fürs Antreten

WildeKickerLiga: Den ersten Punkt gibt's fürs Antreten

Zwölf Spiele werden bei einer Begegnung in der Regel gespielt. Dabei stehen jeweils vier SpielerInnen am Tisch - zwei pro Mannschaft.

„Schönes Spiel“, wird sich gewünscht, vielleicht noch über den Tisch hinweg die Hände geschüttelt, und dann geht’s los. Vier Körper beugen sich über einen Kickertisch, den Blick angespannt vor sich gerichtet. Der weiße Ball flitzt über die Spielfläche, prallt von den Banden ab und wird von Figur zu Figur geschoben. Bis er in der Sturmreihe landet. Noch einmal wird er hin und her gespielt, dann knallt es: Tor!

Solcherlei Szenen spielen sich Abend für Abend in vielen Bremer Kneipen ab. Was viele aber nicht wissen: Man kann sich auch zu einem festen Team zusammenfinden, sich gezielt mit anderen Mannschaften verabreden und bei den Begegnungen die eigene Spielstärke messen. Dafür bietet seit inzwischen fast fünf Jahren die WildeKickerLigaBremen eine Plattform. Oberste Prämisse: Spaß am Spiel.

Es geht wild zu

Das Kneipenkickern wird hier großgeschrieben, daher gibt es auch so gut wie keine Regeln, was diese Liga eben wild macht und sie daher von den Verbands- und Landesligen unterscheidet. Das Spielniveau sei zwar durchaus gestiegen in den letzten Jahren, stellen langjährige Mitglieder immer wieder fest, aber prinzipiell sei hier jeder willkommen.

Zur Sportlerehre gehört allerdings, dass nicht unkoordiniert an den Stangen gekurbelt wird, weil so der Weg des Balls absolut unberechenbar würde. Alles andere ist erlaubt. Selbstverständlich auch das Trinken von Bier, was ja gemeinhin nicht unbedingt zum Sport, aber eben umso mehr ins Kneipenambiente passt. Bei manchen Teams gehört es sogar zum guten Ton, den Gegner mit Schnäpsen beim Heimspiel willkommen zu heißen.

Teamgeist

Über zwanzig Mannschaften sind in der laufenden Saison angemeldet. Sie tragen so wilde Namen wie „Die Apokalyptischen Turbinen“, „Drei Damen vom Grill“ oder „Freunde des kleinen Balls“. Die meisten bestehen aus fünf bis zehn Spielern und Spielerinnen. Aber auch hier sind keine Grenzen gesetzt.

Jedes Team legt einen Heimspieltisch fest, der entweder bei einem Spieler zuhause steht (manche Teams bestehen auch aus kompletten WGs) oder eben in einer der vielen Kneipen dieser Stadt. Der auserkorene Mannschaftskapitän kann über einen Verteiler die anderen Teams kontaktieren und macht dann Datum, Ort und Zeit für eine Begegnung aus. Es gibt keinen festgelegten Spielplan.

Ansporn ist – neben dem Spaß – ein Punkt, den es für den Antritt zu einem verabredeten Spiel gibt. Bei Sieg gibt es noch drei Pünktchen oben drauf, die einen in der Tabelle schnell an die Spitze bringen können.

Mitmachen

Das Spiel geht so: Man nehme einen Haufen kicker- und kneipenfreudiger Menschen, kreiere einen Teamnamen, melde per Email (Kontakt auf der Homepage der WildenKickerLigaBremen) das Team an und dann geht’s los. Einfach das erstbeste Team anschreiben, Ort und Zeit abmachen und einen schönen Abend haben.

Ganz nebenbei lernt man so übrigens nicht nur die Hansestadt besser kennen, sondern auch noch jede Menge neuer Leute.

Weitere Informationen: www.wildekickerligabremen.de

Fotos: Rike Oehlerking

Wilde Kicker Liga Bremen

Durch die Füße: Hinten rechts ist der Weg frei ins gegnerische Tor.

Letztes Update: 5. Juni 2012

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