Artikel aus "Studium"

Was mache ich eigentlich, wenn … ich BAföG beantragen will?

Wer beim BAföG-Antrag herumbummelt, verschenkt bares Geld. Foto: Andreas Hermsdorf / Pixelio

Wer beim BAföG-Antrag herumbummelt, verschenkt bares Geld. Foto: Andreas Hermsdorf / Pixelio

Im Laufe des Studiums beschäftigen einen viele Fragen: Wie viel Geld darf ich eigentlich als Student dazuverdienen? Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich eine ungerechte Note bekommen habe? Und wie fülle ich einen BAföG-Antrag richtig aus? Im ersten Teil unserer Studentenfragen habe ich für euch die wichtigsten Antworten rund um das Thema BAföG zusammengestellt: Wann ist der richtige Zeitpunkt für den BAföG-Antrag und was könnt ihr tun, wenn das Geld nicht rechtzeitig kommt?

 

Wo bekomme ich den BAföG-Antrag her und wo muss ich ihn abgeben?

 

Den Antrag für das BAföG könnt ihr euch auf der Seite des Bildungsministeriums (http://www.das-neue-bafoeg.de/de/432.php) herunterladen. Das ausgefüllte Dokument gebt ihr dann zusammen mit den anderen Unterlagen wie Immatrikulationsbescheinigung oder dem Nachweis zum Einkommen eurer Eltern beim Amt für Ausbildungsförderung ab (http://www.das-neue-bafoeg.de/de/303.php?D=70&M=50#dtl). Am besten lasst ihr bei der Abgabe vor Ort prüfen, ob auch wirklich alle Unterlagen vollständig sind – sonst kann es zu ärgerlichen Verzögerungen bei der Bearbeitung kommen.

 

Wann sollte ich das BAföG beantragen?

 

Den Antrag solltet ihr so früh wie möglich stellen, denn gerade zu Semesterbeginn kann die Bearbeitung etwas Zeit in Anspruch nehmen. Der Anspruch auf BAföG entsteht übrigens erst mit der Antragsstellung. Wenn ihr beim Ausfüllen der Unterlagen trödelt, verschenkt ihr also bares Geld. Ist die Zeit knapp, könnt ihr zunächst einen formlosen Antrag stellen und die restlichen Unterlagen später einreichen.

 

Wie viel BAföG bekomme ich?

 

Wenn ihr Anrecht auf BAföG habt, bestimmt das Amt die genaue Höhe. Aktuell liegt der BAföG-Höchstsatz bei 670 Euro (http://www.das-neue-bafoeg.de/de/375.php), durchschnittlich bekommt ein Student 452 Euro. Wie viel ihr genau bekommt, richtet sich nach eurem eigenen Einkommen und dem Ersparten sowie dem Einkommen eurer Eltern und ob ihr zum Beispiel noch zu Hause wohnt. Auch wenn ihr Geschwister in der Ausbildung habt, beeinflusst das die Höhe des Förderbetrags – und selbst der aktuelle Mietspiegel in Bremen wird herangezogen. Wie viel Geld du bekommen würdest, kannst du vorab relativ einfach mit dem BAföG-Rechner herausfinden: http://www.bafoeg-rechner.de/Rechner/

 

Wie lange bekomme ich BAföG?

 

Bei Studierenden richtet sich die Dauer der Förderung nach der Regelstudienzeit. Eine längere Förderung kann allerdings in Ausnahmefällen genehmigt werden.

 

Muss ich das BAföG jedes Jahr neu beantragen?

 

Ja, der BAföG-Antrag muss jedes Jahr erneut gestellt werden.

 

Was mache ich, wenn das BAföG nicht kommt?

 

Wenn ihr sechs Wochen nach der Antragstellung noch keinen Bescheid vom BAföG-Amt bekommen habt oder das Geld nach zehn Wochen noch nicht auf eurem Konto ist, könnt ihr eine Vorschusszahlung beantragen – damit bekommt ihr vier Monate lang je 360 Euro. Bevor die Frist abläuft, könnt ihr zudem bereits überbrückende Sozialhilfe beantragen. Eine weitere Möglichkeit ist, die Wartezeit mit einem Darlehen des Studentenwerks zu finanzieren.

 

Kann ich BAföG beantragen, wenn ich im Ausland studiere?

 

Ja, wenn ihr grundsätzlich BAföG-berechtigt seid, könnt ihr auch bei einem Studium im Ausland Förderung beantragen (http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/ausland.php). In allen EU-Ländern und der Schweiz kann das gesamte Studium – wenn es vergleichbar mit einem Studium in Deutschland und staatlich anerkannt ist – BAföG-gefördert werden.

 

Kann ich als Master-Student BAföG beantragen?

 

Ja, nicht nur Bachelor-Studenten haben Anspruch auf BAföG. Sofern ihr vor eurem 35. Geburtstag ein Master-Studium beginnt, könnt ihr auch für diesen Zeitraum finanzielle Unterstützung beantragen (http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/master.php).

 

Muss ich das ganze Geld zurückzahlen?

 

Rund die Hälfte der BAföG-Summe ist ein Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die andere Hälfte ist ein zinsloses Darlehen, das ihr innerhalb von 20 Jahren nach eurem Studienabschluss tilgen müsst – insgesamt allerdings höchstens 10.000 Euro. Die Rückzahlung beginnt fünf Jahre nach eurem Berufseinstieg mit einer Mindestrate von 105 Euro pro Monat. Wenn ihr das Darlehen vorzeitig zurückzahlt, könnt ihr den Betrag erheblich senken (http://www.bafoeg.bmbf.de/de/383.php).

 

Die wichtigsten Seiten zum Thema BAföG:

 

http://www.bafoeg.bmbf.de/de/372.php

 

http://www.bafoeg-rechner.de/

 

http://www.studentenwerk.bremen.de/files/main_info/bafoeg/baf_info/baf_info.htm

 

https://www.bildung.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen02.c.738.de

 

 

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Letztes Update: 6. Mai 2014

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