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Uni Bremen auf der CeBIT: Intelligente Häuser und Epilepsie-Frühwarnsysteme

Die Computermesse CeBIT ist dafür bekannt, einiges an Nützlichem und Kuriosem zutage zu fördern, das kurz vor dem Durchbruch steht – oder auch nur einen kurzen Medienhype erlebt, bevor es für immer in der Versenkung verschwindet. Bis zum 9. März treffen sich in Hannover wieder führende Nerds aus aller Welt und präsentieren allerhand Erstaunliches.

Zu den Highlights zählt beispielsweise ein Gerät, das die sichere persönliche Identifizierung am Rechner mit einem kurzen Wischen der Hand ermöglichen soll. Dabei werden die Muster der Venen abgelesen. Auch eine Art „Merkelphone“ wurde bereits vorgestellt – ein Smartphone, das besonders abhörsicher ist und angeblich demnächst von der Kanzlerin selbst genutzt werden wird. Kosten: 2500 Euro pro Gerät.

Uni Bremen auf der CeBIT

Uni Bremen auf der CeBIT (Vielen Dank an Professor Dr. Rolf Drechsler, @Rolf_Drechsler, dass wir dieses Foto verwenden dürfen)

An der Universität Bremen wird unterdessen ebenfalls geforscht und entwickelt, was das Zeug hält, und so präsentiert sich die Einrichtung mit einem eigenen Gemeinschaftsstand auf der CeBIT. Dort sind insgesamt sechs Projekte aus unterschiedlichen Fachbereichen und Instituten vertreten.

 

17 Studierende stellen „SmartHome“ vor

 

Sogar ein studentisches Exponat hat es auf die CeBIT geschafft: das „GOBI SmartHome“ soll helfen, intelligenter Haustechnik zum Durchbruch zu verhelfen. Zwar gibt es bereits zahlreiche Anwendungen, die von der Beleuchtung über die Heizung bis zum Home Entertainment Center alles steuern können, was bis jetzt manuell an und aus geknipst wurde. Diese zentralen Steuerungen sind unter anderem in der Lage, einen erheblichen Beitrag zum Energiesparen zu leisten. Allerdings passen viele dieser Komponenten nicht zusammen, weil sie unterschiedliche Technologien einsetzen. Mit der Bachelor-Projektarbeit GOBI SmartHome wurden Schnittstellen geschaffen, die zusammenführen, was zusammengehört. Siebzehn Bremer Studierende stellen die Arbeit auf der CeBIT vor.

 

Messung von Gehirnströmen

 

Wie viel Hirnaktivität für die Entwicklung des „SmartHomes“ nötig war, konnte noch nicht gemessen werden, aber das wird sich möglicherweise irgendwann ändern. Insgesamt neun Partner aus Bremen, Bonn und Gilching (Bayern) arbeiten nämlich zurzeit an einer Technologie zur Erfassung der elektrischen Gehirnaktivität. Die soll allerdings zunächst nicht bei der Leistungsüberwachung von Studierenden zum Einsatz kommen, sondern bei der Behandlung von Epilepsie sowie von anderen Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns.

 

Nie mehr nach dem Auto suchen

 

Das Land Bremen ist aber nicht zuletzt ein Hafenstandort, daher befassen sich auch viele Wissenschaftler bevorzugt mit logistischen Abläufen. Im Forschungscluster LogDynamics haben sich verschiedene Partner zusammengeschlossen, um Lösungen zu entwickeln, damit Waren schneller, zuverlässiger und schadensfreier von A nach B transportiert werden können. Auf der CeBit wird beispielsweise eine Technologie präsentiert, die den Umschlag von Autos im Hafen übersichtlicher macht. Bei über 1 Million Fahrzeugen pro Jahr ist es nämlich nicht immer ganz leicht, das richtige Vehikel zum richtigen Zeitpunkt auf ein Schiff zu bewegen, ohne Zeit zu verlieren.

 

Weitere Informationen über die CeBIT-Projekte der Uni findet Ihr hier.

Auch Bremer Unternehmen sind vor Ort – eine Übersicht gibt’s hier.

Letztes Update: 7. März 2013

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