Artikel aus "Rest des Lebens"

Studieren mit IT, Teil 1: Laptops

Studierende brauchen nicht nur viel Grips in der Birne und wache Augen für lange Nächte in der Bibliothek, sondern heutzutage auch technische Hilfsmittel, die ihnen das Leben erleichtern. An dieser Stelle werde ich eine kleine Auswahl von technischem Equipment vorstellen, das (fast) jeder Student gebrauchen kann.

Dabei geht es nicht um neue Gadgets, die Euren Haushalt von selbst erledigen, revolutionäre Ideen direkt von den Hirnlappen in die Textverarbeitung übertragen oder Euch an den Beginn der Mensa-Schlange beamen. Nein, es geht vielmehr um Orientierung bei der Beschaffung bewährter studentischer Werkzeuge wie Notebook, Drucker und Handy. Den Start macht das digitale Kontrollzentrum – der Laptop.

Da hier das Angebot sehr groß ist, beschränke ich mich auf die Details, die ich persönlich wichtig finde:

Netbooks

Netbooks sind die neuere Alternative zu normalen Laptops. Sie sind deutlich günstiger, haben eine lange Akkulaufzeit und sind sehr handlich. Da sie sich aber nicht stark unterscheiden, werde ich nicht näher auf sie eingehen. Ein Netbook lohnt sich in meinen Augen auch nur dann, wenn zu Hause noch ein leistungsfähiger Desktopcomputer steht.

Allgemeines

Beim Kauf eines Laptops sind viele Dinge zu beachten, die wichtigsten Kriterien sind aber folgende:

  • Displaygröße/-auflösung: Viele glauben, auf einem größeren Bildschirm könnten sie mehr darstellen und mehr sehen. Dies gilt aber nur eingeschränkt. Viel wichtiger als die Größe des Bildschirms ist die Auflösung in Pixeln. Ein herkömmlicher 15,6-Zoll-Bildschirm mit 1366*768 kann genauso viel darstellen wie ein 11-Zoll-Bildschirm mit der gleichen Auflösung. Beide werden hingegen von einem 14-Zöller mit 1600*900 Pixeln übertroffen. Leider sind solche Auflösungen fast ausschließlich bei Lenovo und Sony erhältlich. Hinzu kommt, dass eine hohe Auflösung bei kleinem Bildschirm ab einem bestimmten Punkt gute Augen erfordert.
  • Festplattenspeicher: Eine große Festplatte bei Laptops ist zwar wichtig, vor allem, wenn man keinen weiteren Computer hat und keine externen Festplatten herumtragen möchte. Allerdings muss man beachten, dass herkömmliche Festplatten sehr stoßempfindlich sind und viel Strom verbrauchen. Als Alternative gibt es sogenannte SSDs, die zwar eine deutlich kleinere Kapazität haben, aber vollkommen unempfindlich gegen Stöße sind, energiesparender arbeiten und vor allem um ein Vielfaches schneller sind.
  • Erweiterungsmöglichkeiten: Dieser Punkt ist sehr wichtig, weil immer mehr Hersteller auf wichtige Anschlussmöglichkeiten verzichten. Dein Laptop sollte mindestens drei, besser vier USB-Anschlüsse haben. Außerdem entweder einen VGA- oder HDMI-Displayanschluss für Beamer, einen Ethernet-Anschluss, falls mal kein WLAN zur Verfügung steht, einen Audioausgang (auch ein Audioeingang kann wichtig sein, für Videogespräche). Einen Kartenleser für Speicherkarten haben die meisten Laptops, ebenso einen DVD-Brenner. Besonders kleine Laptops verzichten auf ein solches Laufwerk, dann kann es notwendig sein, ein externes zu kaufen.
  • Marke: Immer mehr Studenten entscheiden sich für Apple, weil sich Macbooks etc. leicht bedienen lassen, sie nicht anfällig für Virenangriffe sind, sie stabil gebaut sind usw. Wer jedoch Geld sparen will oder mehr Erweiterbarkeit braucht, kommt um ein herkömmliches Windows-Laptop nicht herum.

Besondere Angebote für Studenten:

Einige Notebook-Hersteller, allen voran Apple und Lenovo, bieten für Studenten besonders günstige Laptops an. Auch einzelne Händler haben Programme speziell für Studierende im Angebot. Hier eine Übersicht:

  • Notebooksbilliger.de bietet unter dem Titel „Studentenprogramm“ (www.notebooksbilliger.de/studentenprogramm) besonders günstige Laptops an, die dann auch noch versandkostenfrei verschickt werden. Hier kann man locker 100 bis 200 Euro sparen. Allerdings handelt es sich vor allem um vergünstigte Standardlaptops, wie man sie auch bei Mediamarkt oder Saturn findet. Macbooks gibt es nicht.
  • Campuspoint.de, bzw. der Notebookhändler neben der Unibuchhandlung, hat einige sehr günstige Angebote, insbesondere aus der University-Serie von Lenovo. Hier sind vor allem die sogenannten „Performance Sets“ interessant, weil sie ab ca. 550 Euro einige Features wie 8GB Arbeitsspeicher und eine SSD-Festplatte bieten, die man sonst erst weit über 1000 Euro erhält. Auch bei anderen Herstellern wird hier ein Rabatt für Studenten eingeräumt.
  • Pro-com.org hat einige Angebote von Lenovo, die sich nur vereinzelt von Campuspoint unterscheiden. Hier kann man eventuell noch ein paar Euro sparen.
  • Auf studentbook.de kann man als Student günstige Notebooks von Samsung kaufen. Hier lohnt es sich, regelmäßig vorbei zu schauen, weil sich die Angebote schnell ändern (Diese Bezugsmöglichkeit habe ich persönlich noch nicht getestet).
  • Auf dell.de gibt es natürlich nur Notebooks von Dell und leider leider wurde das Studentenprogramm in Deutschland vor einiger Zeit eingestellt. Nichtsdestoweniger gibt es hier durch die Möglichkeit, Laptops beliebig zusammenstellen zu lassen, attraktive Angebote. Vor allem diejenigen, die auf ein farbiges Design verzichten können, sollten den Privatkundenbereich überspringen und im Mittelstandsbereich suchen. Hier kann man nämlich auch als Privatkunde einkaufen. Die Notebooks sind solide und technisch auf Höhe der Zeit, die Versandzeiten variieren jedoch sehr stark und die Webseite ist sehr unübersichtlich. Hier also eventuell etwas mehr Zeit investieren – besonders vor Weihnachten kann es zu langen Wartezeiten und widersprüchlichen Statusmeldungen bei der Auftragsbearbeitung kommen.
  • Wer auf die neueste Technik verzichten kann und vor allem ein Notebook für Textverarbeitung sucht, kann auf ralf-scharbert.de, laptecs.de oder auf afb24.com gebrauchte Notebooks zu sehr günstigen Preisen (<200 Euro) finden. Diese sind meistens zurückgegebene Leasinggeräte, die allerdings noch voll funktionsfähig sind und den Geldbeutel schonen.

Hier geht’s zu „Studieren mit IT, Teil 2: Drucker“

Letztes Update: 6. April 2012

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