Artikel aus "Rest des Lebens"

Ausflugstipps Teil 4: Hannover, die grüne Stadt

 

Hannover - Herrenhäuser Gärten

Blick auf die Herrenhäuser Gärten Foto:Hannover Marketing & Tourismus GmbH

Wer von Hannover bislang nur den Hauptbahnhof kennt, sollte sich schleunigst in die niedersächsische Landeshauptstadt aufmachen. Denn hier trifft Großstadt auf Grüne Lunge. Dass die Stadt einige Grünflächen zum Ausspannen zu bieten hat, bemerkt man am deutlichsten bei einem Picknick in einem der unzähligen Parks und Gartenanlagen. Der Stadtwald „Eilenriede“ zum Beispiel ist imposante 650 Hektar groß. Der Central Park in New York bietet seinen Gästen nur halb so viel Platz, um sich in grüner Umgebung zu erholen, Sport zu treiben und die Ruhe zu genießen. Wer es botanisch vielfältiger mag, sollte den etwas längeren Weg vom Hauptbahnhof in Kauf nehmen und zu den „Herrenhäuser Gärten“ fahren. Von der U-Bahn-Station „Kröpke“ aus fahren die Linien 4 und 5 ca. zehn Minuten in nord-westliche Richtung bis zur Haltestelle „Herrenhäuser Gärten“. Der Hannoveraner Nahverkehr GVH ist nicht im Semesterticket inklusive, eine Einzelfahrt kostet 2,30 EUR, ein Tagesticket 4,50 EUR. Ein Gruppentagesticket für bis zu fünf Personen lohnt sich, hier zahlt ihr gemeinsam nur 8,70 EUR. Der Eintritt in die Gärten ist mit 3,00 EUR für Studenten fair, die gepflegten Rasenflächen und Blumengärten sind sehenswert. Auf ausgezeichneten Flächen darf auch hier ein Picknick veranstaltet werden. So lässt sich das Geld für ein Frühstück im Café sparen.

Zwischen „Mitte“ und Maschsee

Wer die Stadt genauer kennenlernen möchte, sollte dem „Roten Faden“ folgen: Beim Stadtrundgang gibt eine rote Linie auf dem Boden Orientierung, das nötige Fachwissen kommt aus einem schlauen Booklet, das für 2,50 EUR an der „Tourist Information“ erworben werden kann. Hier startet und endet auch der Rundgang, bei dem jeder seine eigenen Schwerpunkte setzen kann. Die „Tourist Information“ liegt am Ernst-August-Platz, direkt gegenüber des Hauptbahnhofs.

Am Rathaus (Station 10 des Roten Fadens) lohnt sich ein Stopp, denn in diesem Neorenaissance-Gebäude gibt es den einzigen Bogenaufzug der Welt. Um bis in die Kuppel hineinzufahren, neigt sich der Fahrstuhl oben zu 17 Prozent. Die Aussicht über Hannover ist von dort oben grandios; wer gutes Wetter und gute Augen hat, soll sogar den Hartz sehen können.

 

Hannover - Neues Rathaus

Das Neue Rathaus mit seinem einzigartigen Schrägaufzug Foto: Hannover Marketing & Tourismus GmbH

 

Zum Mittagessen gibt es zahlreiche bekannte Alternativen, wie das „Vapiano“ oder das Steakrestaurant „Block House“. Wer es individueller mag, geht zu „Sol Y Mar“ am Ernst-August-Platz. Hier findet ihr einen Mix aus Restaurant, Bar und Lounge, der schon beim Eintreten entspannt. Auf großen Sofas werden euch Speisen und Getränke gereicht, ihr könnt kostenlos auf das W-Lan zugreifen und euch bei Bedarf im Anschluss an das Essen massieren lassen. In der Südstadt, südlich vom Hauptbahnhof gelegen, befindet sich das Restaurant „Högers 1910“. Obgleich die Tradition hier noch nicht seit Beginn des 20. Jahrhunderts besteht, wird hier bei der Zubereitung der Speisen Wert auf Frische und Regionalität gelegt. Durch die gemütliche Brasserie-Atmosphäre ist es bei vielen beliebt, eine vielfältige Auswahl kleiner Speisen stillt nach dem Stadtbummel den Hunger zwischendurch. Sonntags findet hier von 10-14 Uhr der üppige „Südstadtbrunch“ statt, bei dem keine kulinarischen Wünsche offen bleiben. Im Preis von 13,50 EUR sind alle Getränke inklusive.

Franz Marc – Die Mutterstute der blauen Pferde II Foto: Sprengel Museum

 

Etwa 15 Minuten zu Fuß entfernt und ebenfalls in der Südstadt liegt das Sprengel-Musum. Die Galerie beherbergt Bilder, Skulpturen, Graphiken und Fotografien der modernen Kunst. Der deutsche Expressionismus und besonders einige Exponate aus „Der Blaue Reiter“ sind nicht nur für Kunststudenten sehenswert. Freitags ist der Eintritt frei, an den anderen Tagen zahlt ihr ermäßigt 4,00 EUR. Das Museum liegt direkt am Ufer des Maschsees, einem 2,4 km langen See mitten in der Innenstadt. Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen können am nördlichen Ufer Tretboote oder ähnliche Wassergefährte geliehen, am  Südufer des Sees im Strandbad geschwommen, sich gesonnt und Eis gegessen werden. 1,70 EUR zahlt ihr für den ermäßigten Eintritt, Sonnenliegen kosten eine kleine Nutzungsgebühr. Wer den See umrunden möchte, sollte sich auf einen 6 km langen Marsch einstellen. Oder ihr legt die gut asphaltierte Strecke auf Inlinern zurück. Der neben dem Strandbad gelegene Biergarten „Skate-It“ hat sich auf Menschen auf acht Rollen spezialisiert. Die Inliner können hier auch entliehen werden.

Hannover - Maschseeufer

Am Maschseeufer Foto: Hannover Marketing & Tourismus GmbH

Wenn es dunkel wird…

Wer den Abend dann noch nicht beenden will, zieht weiter ins Steintor, auch genannt der „Hannoversche Kiez“. Hier ist jeden Abend etwas los, Clubs und Bars reihen sich in Nähe des Hauptbahnhofs aneinander. Nicht weit entfernt ist auch das „Café Glocksee“, das seinem Namen nicht gerecht wird: Statt Kaffee und Kuchen gibt’s hier tanzbare Musik von DJs oder Livebands, statt Omas und Tanten treffen sich hier Studenten zum Klönen. Geöffnet hat das Glocksee für euch dienstags ab 21 Uhr bei freiem Eintritt oder am Wochenende ab 23 Uhr für 3,00 EUR. Nach einem erlebnisreichen Tag seid ihr hier zum Glück nicht mehr weit entfernt vom Bahnhof, sodass ihr abends schnell den Weg zurück zum Zug findet.

 

Lest auch unsere anderen Ausflugstipps:
Teil 1: Hamburg, die große Schwester Bremens

Teil 2: Ein Tag am Meer – Bremerhaven und Cuxhaven

Teil 3: Oldenburg – klein aber fein

Letztes Update: 4. März 2014

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