Artikel aus "Rest des Lebens"

Mit dem Semesterticket in die Ferien

Mit dem Semesterticket in die Ferien

Zahlreiche Bands treten vom 10. bis 12. August beim Dockville Festival in Hamburg auf. Foto: hinrichcarstensen.de

Die Tage sind lang, die Nächte warm, die Semesterferien stehen vor der Tür. Doch wohin mit der Zeit, wenn kein Job in Sicht und kein Geld für eine Reise angespart ist? Das Semesterticket bietet eine Reihe von Ausflugszielen, die sich idealerweise für Tages- wie auch Wochenendtrips oder Kurzurlaube eignen. Und dabei liegen sie so nahe!

Tipps, den Sommer in Semesterticketreichweite aufzupeppen. Garantiert ohne große Reisekosten.

Teil 1: Hamburg, die große Schwester Bremens

Von Jessica Heidhoff

Wer richtiges Großstadtflair erleben will, kommt um eine Fahrt nach Hamburg nicht herum! Für jede Gelegenheit bietet unsere große Nachbarstadt etwas zu erleben. Tagsüber laden die Innenstadt, die praktischerweise direkt am Hauptbahnhof gelegen ist, sowie die Stadtteile Altona und das Schanzenviertel zum Shoppen und Bummeln ein. Shoppingerlebnisse abseits vom „Standard“ macht man in Eppendorf und Winterhude. In Wilhelmsburg findet in der Zeit vom 10.08. bis 12.08. wieder das Dockville Festival mit zahlreichen Bands statt. Ab 29 Euro seid ihr dabei. Schon zuvor wird bis zum 05.08. das Kunstcamp ausgerichtet.

Hafencity

In der Hafencity geht’s zum Gruseln in den „Hamburg Dungeon“. Foto: www.mediaserver.hamburg.de/S.Schwarze

Auch bei schlechtem Wetter gibt es Alternativen: Die „Europa-Passagen“, ebenfalls in der Innenstadt, bieten vielerlei Geschäfte unter einem Dach an. Weiter in Richtung Hafencity liegt die Gruselgruft des „Hamburg Dungeon“. Die von Darstellern inszenierte Reise durch 600 Jahre dunkle Vergangenheit der Hafenstadt dauert c. a. 90 Minuten. Karten sind online günstiger, als Angebot für Zwei kostet das Partnerticket derzeit 39 Euro.

Wenn sich der norddeutsche Sommer doch zu ein paar Sonnenstunden überreden lässt, geht’s nach der Gruft weiter entlang der Alster zur St. Pauli Hafenstraße, die im Sommer mit der lockeren „Strand-in-der-Stadt-Atmosphäre“ zum „Beach-Pauli“ an die Elbe lockt. Zu Fuß läuft man zwanzig bis dreißig Minuten immer am Wasser entlang. Gleich um die Ecke, nahe den Landungsbrücken, findet sich noch der „Hamburg-City Beach Club“, der ebenfalls zum Entspannen und Sonne Tanken einlädt.

Beachclub

Der „Hamburg-City Beach Club“ gleich neben den Landungsbrücken.
Foto: www.mediaserver.hamburg.de/C. Spahrbier

Wer einen Tagesbesuch in Hamburg plant und gutes Wetter im Gepäck hat, sollte sich überlegen, die Stadt mit dem Rad zu erkunden: Für 12 Euro können nach vorheriger Anmeldung unter stadtrad.hamburg.de Räder an diversen Stationen entliehen und abends wieder geparkt werden. Per Smartphone-App lassen sich bequem die nächsten Stationen und freien Räder anzeigen. Radfahren ist nicht nur gut für die Umwelt, auch für die Nerven im Feierabendverkehr und die Füße, die nach einem Tagesausflug vielleicht keine Lust mehr auf eine Partynacht haben. Und es ist nicht viel teuer als ein Tagesticktet des HVV (c. a. 5-7 Euro), denn das S-Bahn, U-Bahn und Busfahren ist nicht mit inbegriffen im VBN-Semesterticket. So lernen selbst Kenner die Stadt noch mal von einer anderen Seite kennen.

Hafen bei Nacht

Laue Sommernacht an der Elbe gegenüber vom Hafen.
Foto: www.mediaserver.hamburg.de/S.Schwarze

Sobald die Lichter angehen ist es nahezu Pflicht, über den Kiez zu schlendern. Christin Kahrs, Studentin der Macromedia Hochschule, empfiehlt, auf dem Weg zur Reeperbahn einen Abstecher ins „20 up“ zu machen, das in luftiger Höhe in der 20. Etage des Empire Riverside Hotels liegt. „Die Bar ist etwas schicker, es gilt ein Dresscode, dafür ist der Ausblick weit über den Kiez hinaus Richtung Elbe und Hafen der Hammer“, erzählt sie. Zum Tanzen könne sie die „China-Lounge“ und den Club „Funky Pussy“ weiterempfehlen, für Studenten ist der Eintritt in letzterem auch am Wochenende bis 1:00 frei. Wer der Rotlichtatmosphäre allerdings entgehen will, ist besser in Ottensen oder dem Schanzenviertel ausgehoben. Die beiden Szeneviertel zeigen Hamburgs junges Flair, wobei die „Schanze“ von beiden das günstigere Quartier ist.

Egal, wie ihr den Tag in Hamburg verbringt, ihr werdet sicher einiges erleben. Und wem der Trubel etwas zu bunt geworden ist: Um 0:15 Uhr fährt der letzte Zug ins heimische Bremen.

Dockville

Und nochmal das Dockville: Das Festival findet auf der Elbinsel Wilhelmsburg statt – das Schuhwerk sollte dem Wetter angepasst werden…
Weitere Fotos vom Dockville 2011 gibt es auf der Website von Hinrich Carstensen unter hinrichcarstensen.de/2011/10/dockville2011.

Letztes Update: 26. Februar 2014

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