Artikel aus "Rest des Lebens"

Fünf Tipps für die erste eigene Wohnung

Fünf Tipps für die erste eigene Wohnung

Bevor die erste Party in der neuen Wohnung startet, ist es sinnvoll, sich über Haftpflicht- und Hausratsversicherungen Gedanken zu machen. Foto: Tim / Flickr

Der Zulassungsbescheid der Uni ist eingetroffen, die Habseligkeiten in Kisten gepackt: Nach dem Abi steht für viele zum ersten Mal der Auszug aus dem Elternhaus an. Egal, ob ihr euch für eine gesellige WG oder die eigenen vier Wände entscheidet – die Unifiliale hat fünf Tipps zusammengestellt, die euch das Ankommen in der ersten eigenen Wohnung leichter machen.

Die Wohnung

Schon bei der Wohnungssuche geht die Qual der Wahl los: Lieber in Nähe einer Grünanlage wohnen oder mitten im lebendigen Stadtkern (hier gibt es einen kleinen Überblick)? Seiten wie WG-gesucht, Bremen.de, Studenten-WG oder Meinestadt.de helfen euch bei der Suche nach einer passenden Bleibe. Die Besichtigung sollte bei gutem Licht stattfinden, damit ihr mögliche Mängel sofort erkennen könnt. Nehmt alles genau unter die Lupe und achtet darauf, dass alle Wände schimmelfrei und die sanitären Anlagen sowie Böden in einem guten Zustand sind. Es ist immer einfacher, Mängel vor dem Einzug zu reklamieren und zu beheben als hinterher.

Zudem ist es ratsam, sich rechtzeitig um Verträge für Strom, Internet und Telefon zu kümmern. Häufig dauert die Umstellung nach dem Umzug nämlich noch einige Wochen.

Die Kosten

In Wohnungsanzeigen wird meistens die Kaltmiete (KM) angegeben. Nebenkosten und Heizung kommen noch dazu. Ist die Summe als Warmmiete angegeben, sind bereits alle Betriebskosten enthalten. Strom wird in der Regel allerdings separat abgerechnet, so dass auch die Warmmiete noch nicht die Gesamtsumme aller Kosten ist. Achtet daher darauf, welche Heizungsart die Wohnung hat: Gibt es eine Gas- oder eine Ölheizung? Eventuell sogar eine Fußbodenheizung?

Ein Vermieter kann außerdem bis zu drei Kaltmieten an Kaution verlangen, die in der Regel zu Beginn des Mietverhältnisses bezahlt werden müssen. Bei der Vermittlung durch einen Makler kam bis vor Kurzem immer noch eine Courtage (Vermittlungsgebühr) hinzu, die oft zwei bis drei Kaltmieten beträgt. Seit dem 1. Juni 2015 gilt allerdings das Bestellerprinzip – nun muss derjenige den Makler bezahlen, der ihn bestellt, und das ist in der Regel der Vermieter.

Der Mietvertrag

Vor dem Unterschreiben solltet ihr den Mietvertrag gründlich prüfen und schauen, ob alles verständlich ist. Dort findet ihr auch alle wichtigen Infos zur Hausordnung, Regelungen zum Tapezieren und Streichen sowie zur Haltung von Haustieren. Grundsätzlich liegt die Altersgrenze für eine eigene Wohnung bei 16 Jahren. Wer noch kein eigenes Einkommen hat, muss die Eltern üblicherweise um eine Bürgschaft bitten.

Beim Einzug in eine WG stellt sich obendrein die Frage, welches das richtige Vertragsmodell beim Mietvertrag ist. Wir haben euch in einem weiteren Unifiliale-Beitrag die Vor- und Nachteile von drei Varianten vorgestellt. Worauf ihr beim Vertragsabschluss achten solltet, könnt ihr hier nachlesen.

Die Versicherung

Die nächste offene Frage beim Einzug in eine neue Wohnung: Gegen welche Risiken muss ich mich eigentlich versichern? Eine private Haftpflichtversicherung ist dabei auch für Studierende unentbehrlich. Die meisten Studenten sind während der Uni-Zeit über ihre Eltern abgesichert.

Eine weitere wichtige Versicherung ist im Zusammenhang mit der eigenen Wohnung die Hausratversicherung, die euch bei Verlust und Schaden an elektronischen Geräten, Möbeln und Haushaltswaren absichert und nach Feuer, Rohrbruch, Diebstahl oder Sturm das Eigentum ersetzt. Wer bereits einen eigenen Hausstand oder wertvolle Dinge wie einen teuren Fernseher oder Laptop besitzt, sollte eine Hausratversicherung in Betracht ziehen – sie kostet nur wenige Euro im Monat. Häufig kann auch das Fahrrad darüber mitversichert werden.

Die Finanzen

Wer eine eigene Wohnung bezahlen muss, sollte besonders auf seine Finanzen schauen und den Überblick über Einnahmen und Ausgaben behalten. Dabei kann ein kleines Haushaltsbuch helfen, in dem alle monatlichen Ausgaben inklusive Miete, Strom, Internet sowie Essen und Trinken notiert werden. So könnt ihr schnell sehen, wie viel Geld ihr zum Leben braucht, welche Ausgaben monatlich zusätzlich auf euch zukommen und was nach allen Abzügen übrig bleibt, um die Miete zu bezahlen.

Hilfreich ist immer ein finanzielles Polster für Notfälle, damit eine kaputte Waschmaschine oder ein defekter Kühlschrank schnell ersetzt werden können. Anregungen, wie ihr auch bei einem Spar-Budget Spaß haben könnt, haben wir unter anderem in diesem Beitrag für euch zusammengestellt.

 

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Letztes Update: 9. Oktober 2015

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