Artikel aus "Rest des Lebens"

Ausflugstipps Teil 3: Oldenburg – klein, aber fein!

Oldenburg: klein, aber fein!

In der Innenstadt. Foto: Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH/Verena Brand

Das niedersächsische Oldenburg hat schon was: Zwischen Schlossgarten und dem Campus Wechloy der Carl von Ossietzky Universität findet jeder die passende Beschäftigung an einem freien Tag. Vom Bremer Hauptbahnhof aus bleiben euch 40 Minuten für ein kleines Frühstück im Zug, bevor ihr in Oldenburg ankommt. Dann gilt: Mittendrin statt nur dabei!

Für die Frühaufsteher unter euch empfiehlt es sich, vor dem Einkaufsbummel in der Innenstadt noch einen Abstecher zum wöchentlichen Flohmarkt zu machen. Jeden Samstag von 8- 14 Uhr findet ihr vor der Weser-Ems-Halle einen „SSV“ der anderen Art: Ein Retro-Fahrrad, goldene Bilderrahmen im Antik-Look und fast vergessene Nintendo-Spiele aus unserer Kindheit lassen die Vintage-Herzen höher schlagen.

Lust auf Kunst? Laura Dopp, Studentin der Germanistik an der Uni Oldenburg, war neulich zum ersten Mal im Horst-Janssen-Museum. Neben der Dauerausstellung um den erfolgreichen Künstler, der es bereits zu Lebzeiten zu weltweitem Erfolg brachte, finden hier wechselnde Ausstellungen zur Kunstgeschichte und Gegenwart statt. „Der Eintritt ist mit 1,50 EUR (ermäßigt) nicht teuer, dafür ist ein Besuch umso lohnenswerter“, empfiehlt die Studentin das Kunstmuseum.

Lappan - Oldenburg

Lappan – Wahrzeichen von Oldenburg Foto: Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH/Torsten Krüger

Für „Shopping-Queens“ und „Computer-Nerds“

Vorbei am Lappan, einem alten Glockenturm und dem Wahrzeichen der Stadt Oldenburg, geht es jetzt auf in Richtung City! In Oldenburg finden sich in kleinen Gassen und Straßen die „Klassiker“ wie H&M, Zara und Konplott wieder, aber auch individuelle Geschäfte verkaufen kleine und große Besonderheiten. Wem dieses Shopping-Paradies nicht zusagt, macht sich auf ins Museum. Schon wieder ins Museum? Wie öde? Das „ocm“ kennt ihr sicher noch nicht. Im „Oldenburger Computermuseum“ werden Rechner von „anno dazumal“ und der graphische Wandel nicht nur ausgestellt, auch Ausprobieren und selbst Erleben sind ausdrücklich erwünscht. Neben „Tetris“, „Pac Man“ und „Space Invaders“ stehen auch alte Spielekonsolen und Automaten für euch bereit. Das Computermuseum hat leider nur dienstags von 17 bis 21 Uhr auf, dafür ist der Eintritt kostenlos.

Auf ein kleines Mittagessen solltet ihr auf jeden Fall im Kaffee Hamburg vorbeischauen! Das kleine Café ist urgemütlich und bietet neben ausgewählten Tees und Kaffee auch hausgemachten Kuchen an. Zum Mittag stehen Baguettes und Salate mit Namen wie „Blankenese“ oder „Landungsbrücken“ neben wechselnden Tagesgerichten auf der Speisekarte.

Kaffee Hamburg

Das Kaffee Hamburg.

 

Ein wenig südlich des Zentrums seid ihr sowohl bei Sonnenschein als auch bei Regen gut aufgehoben: Für die Erholung nach dem Shoppingstress oder einem üppigen Mittagsmahl empfiehlt Nina Borcherding, Lehramts-Studentin der Uni Oldenburg, den  Schlossgarten. Wie so viele Studenten genießt auch sie hier in der vorlesungsfreien Zeit die Sonne, wenn diese sich denn blicken lässt. „Ich komme auch bei schlechtem Wetter her, denn beim Spazieren gehen im Regen verändert sich der Park vollkommen“ schwärmt sie. Wer sich vor dem Regen lieber ins Trockene rettet, hat es zum Glück nicht weit zu den „Schlosshöfen“, einem Einkaufszentrum, das, ähnlich der Waterfront, neben etlichen Geschäften auch mit einem vielfältigem kulinarischen Angebot aufwartet. Auf vier Etagen verteilen sich diverse Geschäfte, Cafés und Foodcorner.

Schlossgarten - Oldenburg

Lädt zum Verweilen ein: der Schlossgarten. Foto: Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH/Torsten Krüger

 

Für den Abend habt ihr euch hoffentlich noch nichts vorgenommen, denn ein Abstecher in eine der zahlreichen Studentenkneipen gehört zum Oldenburger Pflichtprogramm! Laura Dopp kennt das „Polyester“ gegenüber des Horst-Janssen-Museums, ein Allrounder auf dem Gebiet der abendlichen Unterhaltung: Bar, Disco, Kickerzimmer, hier bleiben keine (Studenten-)Wünsche offen und das alles im bunten Stil der 70er Jahre. Geöffnet hat das „Polyester“ mittwochs und donnerstags ab 20 Uhr, freitags ab 21 Uhr. Von 20 bis 22 Uhr ist Happy Hour. Der „Strohhalm“ öffnet schon am Vormittag seine Türen und lädt bis spät in die Nacht zum Klönen und Verweilen ein.

Film ab! Kino-Sommer in der Stadt

Film ab! Vom 12. bis 16. September findet das alljährliche Internationale Filmfest Oldenburg statt. Wer Filmkunst mal aus einer anderen Perspektive als dem roten Kinosessel erleben will, kann dies hier tun: In der EWE-Arena erlebt ihr ein neues Gefühl für Größe, in der Justizvollzugsanstalt die Gefängnis-Atmosphäre hautnah. Welche Filme an den jeweiligen Spielstätten in der ganzen Stadt gezeigt werden, erfahrt ihr ab Anfang September unter www.filmfest-oldenburg.de.

Um Kommunikation, Kunst und Kultur geht es in der „Kulturetage“: Von Theateraufführungen und Lesungen bis zu Tanzkursen und Partys ist hier alles vertreten.  Das Programm ist abwechslungsreich und richtet sich an alle Bevölkerungskreise. Nähere Infos findet ihr unter www.kulturetage.de.

Wer nach einem langen Tag müde ist, hat es zum Glück nicht mehr weit zum Bahnhof. Denn der ist auch noch nachts gut und schnell zu erreichen.

 

Lest auch unsere anderen Ausflugstipps:
Teil 1: Hamburg, die große Schwester Bremens

Teil 2: Ein Tag am Meer –  Bremerhaven und Cuxhaven

Letztes Update: 26. Februar 2014

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