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Ansprechpartner bei Sorgen und Stress: Die Psychologisch-Therapeutische Beratungsstelle

Ansprechpartner bei Sorgen und Stress:   Die Psychologisch-Therapeutische Beratungsstelle

Wenn der Kopf sich wie ein Puzzle anfühlt, hilft die Beratungsstelle der Uni Bremen. Foto: Abundzu – Fotolia.com

Aller Anfang ist schwer: Gerade in den ersten Semestern leiden viele Studenten unter der Umstellung von Schule auf Studium, dem zunehmenden Leistungsdruck oder der Trennung von ihrer Familie und Schulfreunden. Nebenjob, Semesterplan, Hausarbeiten – vieles will organisiert werden, was bei manchen Studenten zu Zweifeln und Überforderung führt. Die Psychologisch-Therapeutische Beratungsstelle auf dem Campus der Uni Bremen bietet in solchen Fällen Unterstützung und hilft den Studierenden dabei, Lernpläne aufzustellen, Sorgen auf den Grund zu gehen oder Methoden für Lernen und Entspannung zu erarbeiten.

Hoher Zulauf in den letzten Jahren

Swantje Wrobel und ihr Team haben gut zu tun: Obwohl die Studierendenzahlen konstant geblieben sind, hat sich die Zahl der Klienten in der Psychologisch-Therapeutischen Beratungsstelle (PTB) seit 2000 verdoppelt. Im vergangenen Jahr seien über 1.000 Studierende betreut worden – das sind rund 3,5 Prozent aller Studierenden, erzählt Wrobel, die seit 1999 die Einrichtung des Studentenwerks leitet. Wie erklärt sie sich den Zulauf der letzten Jahre? „Die Bedingungen für Studierende sind härter geworden. Mögliche Gründe könnten die Umstellung von Diplom auf Bachelor/ Master und der hohe Leistungsdruck in den Bachelor-Studiengängen sein, der von Anfang an herrscht“, sagt die Diplom-Psychologin. „Das ist für viele Studierende eine große Herausforderung, bei der sie an ihre Grenzen kommen.“

Anonyme Onlineberatung möglich

Der zunehmende Leistungsdruck spiegelt sich auch in den Sorgen der Studenten wider: „Rund ein Drittel der Studierenden kommt im ersten Semester, der Rest im Master oder in der Promotion“, sagt Swantje Wrobel. Ein großer Anteil der Klienten bestehe dabei aus international Studierenden. „Die häufigsten Anliegen sind depressive Verstimmungen, Leistungs- und Arbeitsschwierigkeiten, Stress und Erschöpfung.“ Auch Bereiche wie Prüfungs- und Redeangst, Geldsorgen, die Wahl nach dem passenden Beruf, Partnerschaft oder Familie seien zentrale Themen in der Einrichtung.

Die Berater der PTB versuchen mit Einzel-, Gruppen- oder Workshopangeboten Lerntechniken zu vermitteln, Arbeitsstrukturierungsmodelle zu erarbeiten und die Selbstkompetenz der Studierenden zu stärken. Auch eine anonyme Onlineberatung kann über die Website der Beratungsstelle in Anspruch genommen werden.

„Viele Probleme lassen sich innerhalb weniger Sitzungen lösen“

„Wenn ein Student das erste Mal zu uns kommt, geht es zunächst darum, sich ein Bild von den Lebensumständen zu machen“, sagt Wrobel. „Dann schauen wir gemeinsam, wo es haken könnte und welches Angebot zur Problemlösung beitragen kann.“ Der Schwerpunkt der PTB liegt auf kurz- bis mittelfristigen Begleitungen. „Viele Probleme lassen sich innerhalb weniger Sitzungen lösen. Häufig hilft den Studierenden schon das Gespräch mit einem Externen, der ihnen einen anderen Blickwinkel zeigt“, sagt die Beraterin. „Gerade Studenten im ersten Semester zweifeln häufig an ihrer Wahl des Studienfachs, weil die Erfolge ausbleiben. Dann geht es darum, Verständnis zu zeigen und ihnen gleichzeitig eine realistische Einschätzung mitzugeben – das ändert oftmals die Sichtweise auf die Dinge.“

Auf der Website der Psychologisch-Therapeutischen Beratungsstelle (www.stw-bremen.de/de/psychologische-beratung) könnt ihr euch über die Angebote der Einrichtung informieren, einen Beratungstermin vereinbaren oder eine Onlineberatung in Anspruch nehmen. Auch für Studierende der Hochschule Bremen und Bremerhaven gibt es ein Beratungsangebot vor Ort.

 

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Letztes Update: 16. April 2015

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